AKTUELLE AUSSTELLUNG
Über Edith Hultzsch
Edith Hultzsch wurde am 17. Januar 1908 in Berlin geboren und starb am 20. April 2006 im Alter von 98 Jahren in Erkrath-Hochdahl bei Düsseldorf. Sie war eine deutsche Malerin, deren künstlerisches Schaffen sich vorrangig der Darstellung von Bewegung in Sport, Tanz und Stierkampf widmete.
Von 1930 bis 1932 studierte Hultzsch an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin-Charlottenburg bei Emil Orlik und Hans Meid. Diese von Bruno Paul gegründete, dem Bauhaus ähnliche Institution zählte zu den avanciertesten Kunsthochschulen ihrer Zeit. Von 1940 bis 1954 war sie Mitglied im Verein der Berliner Künstlerinnen, in dem auch Käthe Kollwitz wirkte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte Hultzsch zunächst in Minden, ab 1952 in Düsseldorf, wo sie bis 1995 ihr Atelier führte. Sie hatte eine Dozentur für figürliches Zeichnen an der Volkshochschule Düsseldorf und lehrte von 1963 bis 1965 an der Werkkunstschule Düsseldorf. Studienreisen führten sie 1955 und 1957 in den Vorderen Orient sowie später alljährlich nach Südfrankreich, Spanien und Portugal.
1981 gewann Hultzsch als erste nichtspanische Künstlerin den Plakatwettbewerb zur Fiesta Sanfermin in Pamplona. Von 1967 bis 1972 tourte die Wanderausstellung ›Taureaux‹ durch 25 Städte in Deutschland und Europa. 1974 zeigte das Museum am Ostwall in Dortmund über 250 ihrer Arbeiten. Ihre Werke wurden in Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal, den Niederlanden, Belgien, Österreich und Argentinien ausgestellt.
Hultzschs Werk umfasst Tuschpinselzeichnungen in Schwarzweiß, Gouachen und Ölbilder. Ihre Pinselzeichnungen entstanden unmittelbar vor Ort – in Sportstätten, Tanzsälen oder Stierkampfarenen – ohne spätere Nacharbeit. Von 1963 bis 1981 realisierte sie neunzehn Projekte im Bereich Kunst am Bau für die Bundesregierung und das Land Nordrhein-Westfalen. Der Nachlass wird von Dr. Günter Hultzsch verwaltet.
KURZVITA
1908 geboren in Berlin
1930–1932 Studium an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst Berlin-Charlottenburg
1940–1954 Mitglied im Verein der Berliner Künstlerinnen
1945 Übersiedlung nach Minden
1952–1995 Atelier in Düsseldorf
1960 Dozentin für figürliches Zeichnen, Volkshochschule Düsseldorf
1963–1965 Lehrauftrag, Werkkunstschule Düsseldorf
1963–1981 neunzehn realisierte Kunst am Bau-Projekte
1981 Erster Preis im Plakatwettbewerb zur Fiesta Sanfermin, Pamplona als erste nichtspanische Künstlerin
2006 gestorben in Erkrath-Hochdahl
Ausgewählte Kunstwerke in der LAUDA FabrikGalerie
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